Die Ausbildung zum Therapiebegleithund sowie diese zum Sozialhund sind modulartig aufgebaut. Der Besuch der entsprechenden Module wird mit der Kursleitung an einem Erstgespräch vorbesprochen. Je
nach Vorwissen können Module gebucht bzw. weggelassen werden. Die Module werden jeweils auf das Aufgabengebiet angepasst bzw. erweitert, so dass die Teams bestmöglich auf ihre Einsätze
vorbereitet sind.
Das Erstgespräch umfasst eine Prüfung des Hund-Mensch Teams und wird in einem Innenraum in Seengen oder Region Basel stattfinden. An diesem Gespräch wird der Hund auf seine Eignung angeschaut
(wir arbeiten nicht über Angst und Druck) sowie die Wünsche des Menschen und die Ausbildung im Detail besprochen.
Folgende Themen werden in den Modulen zum Therapiebegleithund sowie dem Sozialhund behandelt:
Lerntheorie
- Kommunikation mit dem Hund via Markersignal
- Lerntheorie, wie lernt ein Hund und was muss man beachten
- wie helfe ich meinem Hund aus schwierigen Situationen etc.
- In diesem Modul wird auch sehr viel aus dem Alltag besprochen und analysiert
Körpersprache
- Wie kommunizieren Hunde?
- Wie wirkt sich unsere Körpersprache auf unsere Hunde aus und wie können wir mit unseren Hunden kommunizieren ohne zu sprechen?
- Stresszeichen, Beschwichtigungssignale und Emotionen des Hundes lesen und verstehen
- Auch in diesem Modul, nehmen wir unseren Alltag mit den Hunden als Grundlage um zu verstehen, wie wir miteinander kommunizieren.
Krankheitsbilder
- Umgang mit Geräuschen und Hilfsmitteln (Gehstöcke, Rollator etc.)
- Krankheitsbilder des Menschen
- Wie kann ich meinen Hund bei den verschiedenen Krankheitsbildern optimal einsetzen und allenfalls die therapeutischen Massnahmen unterstützen.
Rund um den Einsatz
- Vorbereitung auf die Einsätze (dieses Modul ist sehr individuell, es wird spezifisch auf die Einsätze geschult, die das Team dann auch leisten wird.)
- Wichtiges rund um die Einsätze (allgemeine Themen, Rechte und Pflichten etc.)
- Kommunikation
Kinder
- Das Thema Kind und Hund wird in diesem Modul in die Tiefe angeschaut. Dieses Modul ist optional und nur zu leisten, wenn Einsätze mit Kindern geplant sind.
Erste Hilfe beim Hund
- Anatomie und Physiologie
- Erste Hilfe beim Hund
Praxis
- Praktische Einsätze am Arbeits- oder Einsatzort
- Die Ausbildung umfasst ein Erstgespräch und 7 Module, die unterschiedlich lang sind. Die theoretischen Module umfassen ein Selbststudium sowie ein persönliches Meeting zum jeweiligen Modul.
- Die praktischen Einsätze werden jeweils am geplanten Einsatzort durchgeführt.
- Die Ausbildung schliesst mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung ab.
- Die Gesamtdauer (Ca. 6 Monate im Minimum) hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab (Vorwissen des Besitzers im theoretischen und praktischen Bereich, Grundgehorsam etc. vom Hund sowie dem
geplanten Einsatzort etc.)
Es wird jeweils individuell ein Mensch/Hund-Team ausgebildet, in Ausnahmefällen zwei Teams zusammen.
Startzeitpunkt und Daten der Module werden zusammen mit der Kursleitung festgelegt, bei den Einsätzen werden die Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt.
Am Ende der Ausbildung, nach bestandener schriftlicher und praktischer Abschlussprüfung erhält das Team ein Zertifikat, welches 2 Jahre Gültigkeit hat. Nach 2 Jahren wird eine Rezertifizierung
vorgenommen, welche mit einem Praxiseinsatz und einer ausführlichen Nachbesprechung abschliesst.
Aufgrund meiner Lizenz bin ich Sandra Geissmann berechtigt, Therapiebegleithundeteams nach der Prüfungsordnung des VdTT e.V. zu prüfen. Die Teams durchlaufen einen Eignungstest
Nach 2 Jahren muss das Zertifikat durch eine kleinere Zwischenprüfung oder der
Teilnahme an einer entsprechenden Fortbildung erneuert werden.
Alle wichtigen Informationen dazu gibt es hier https://vdtt.org/pruefungsordnung-therapiebegleithunde-teams/ und hier https://vdtt.org/kontakt/
Gerne stehe ich euch für Fragen zur Verfügung.
Voraussetzungen:
Wer sich und seinen Hund nach der Prüfungsordnung des VdTT prüfen lassen möchte, muss folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Mindestalter 18 Jahre
- Nachweis einer Prüfungseignung gegenüber dem Prüfer. Vorzugsweise durch eine abgeschlossene fachbezogene Aus- oder Fortbildung (ca. 60 Stunden) oder alternativ durch andere mit dem Prüfer
abzusprechende Eignungsnachweise.
- Einreichen einer 6-8 Seiten umfassenden Profilmappe mit dem Konzept für einen TGI-Einsatz
- Aussagekräftige Kurzvideos, die das Mensch-Hund-Team in Alltagssituationen zeigt
- Kommunikationsfähigkeit und respektvoller Umgang mit Menschen
- Angemessene kynologische Sachkenntnis
- Gewaltfreies, sicheres Handling des Hundes im Einsatz und sicheres Gespür für dessen Stresserleben.