Therapiebegleithunde begleiten ihre Besitzer zur Arbeit in pädagogischen oder sozialen Bereichen. Sie sind speziell ausgebildet und können als Motivator, Eisbrecher oder als ruhender Pol die Therapie unterstützen.
Je nach Einsatzgebiet, muss der Hund verschiedene Persönlichkeitsmerkmale mitbringen, sollte seine Junghundezeit hinter sich haben, menschenbezogen sein, gerne berührt werden, eine hohe Toleranz aufweisen was das Aushalten von Lärm, Betrieb, fremden Gerüchen, Essensreste auf dem Boden, verschiedenen Untergründen etc. angeht und gerne mit seinem Menschen zusammen anderen Menschen und deren Geschichten begegnen.
Gerne dürfen Sie sich melden, sollte ihr Hund noch jünger sein (Welpe). Wir unterstützen Sie gerne auch auf diesem Weg. Uns ist es sehr wichtig, dass die Hunde nicht überfordert werden und langsam an die Arbeit mit Menschen herangeführt werden.
Wir arbeiten ausschliesslich mit positiver Verstärkung und freuen uns, wenn sich viele Hundehalter für diesen Weg entscheiden. Denn nur was positiv aufgebaut und verknüpft wurde bleibt und wird langfristig zu Erfolg führen.
Therapiebegleithunde werden in folgenden Bereichen eingesetzt und begleiten ihre Besitzer zur Arbeit
Je nach Lebenssituation, wird das Therapiebegleithunde-Team eingesetzt und ist in der Lage, das Setting so zu gestalten, dass es für alle Beteiligten eine Bereicherung ist. Des weiteren ist der Mensch in der Lage, seinen Hund so gut zu lesen um diesen vor Überforderung zu schützen und das Setting allenfalls ohne Hund weiter zu gestalten. Die Herausforderung in diesem Bereich ist sehr gross, da der Mensch in den Settings für Hund und Klient zuständig ist.
Der zukünftige Therapiebegleithund hat die Welpen- und Junghundezeit ohne Zusatzaufgabe hinter sich und ist gesund. Da die Entwicklung der Hunde individuell verläuft, definieren wir kein verbindliches Mindestalter. Wir setzen eine Grundimmunisierung des Hundes voraus. Der Impfschutz muss zwingend jährlich weitergeführt werden. Der Hund sollte schon einen gewissen Grundgehorsam mitbringen und weder agressiv gegenüber Menschen reagieren noch sollte er seine Ressourcen verteidigen, offen gegenüber neuem sein und eine hohe Frustrationstoleranz aufweisen. Des weiteren sollte er nicht übermässig ängstlich sein.
Der Mensch sollte sehr belastbar sein, sich der Verantwortung bewusst sein, den Hund in der Arbeit einzusetzen und offen sein, manchmal etwas unkonventionelle Wege zu gehen um den Hund zu schützen vor Überforderung.
Je nach Einsatzgebiet sind auch die Voraussetzungen der Persönlichkeit vom Hund und Mensch unterschiedlich zu definieren. Dies wird alles beim Erstgespräch besprochen und der Hund sowie der Mensch auf seine Eignung geprüft.
Die Ausbildung zum Therapiebegleithund wird auf wissenschaftlich abgesicherten, lerntheoretischen und verhaltensbiologischen Modellen aufgebaut. Um mit dem Hund zu kommunizieren verwenden wir das Markersignal, welches uns ermöglicht, punktgenau dem Hund zu vermitteln, welches Verhalten wir wünschen.
Dem Therapiebegleithund und dem Menschen soll es Spass machen, als gut funktionierendes Team bei der Arbeit unterwegs zu sein. Der Mensch hat dabei die Verantwortung, seinen Hund sehr genau lesen zu können und ihn vor Überforderung zu schützen.
Theoretische und praktische Teile bereiten das Team vor, die Einsätze nach der Ausbildung selber zu gestalten und den Hund so in den Arbeitsalltag zu integrieren, dass es für alle Beteiligten eine Bereicherung ist.
Die Anwendung von Gewalt und Zwang lehnen wir in jeder Form ab. Uns ist es wichtig, das Miteinander zu fördern, damit Mensch und Hund eine Einheit werden und bereit sind für den Einsatz.
